Ohrrandprobleme
Ohrrandnekrose

abgetrocknete Wunde                    frische Wunde                                  frische Wunde                         Blut aus frischer Ohrrandwunde           Verband
                                                                                                                                                                durch Schütteln auf Kopf verteilt
                                                                                                                                   

Wir Züchter des Deutschen Pinscher können mit Recht sagen, dass es sich beim Deutschen Pinscher um eine sehr gesunde Rasse handelt. Rassetypische Krankheiten (sh. Seite “Links”) sind beim Deutschen Pinscher nicht bekannt. Durch eine gezielte Auswahl der Zuchttiere sind wir Züchter des Deutschen Pinscher bestrebt diese Gesundheit zu erhalten. Nicht verschweigen möchte ich jedoch, dass beim Deutschen Pinscher das sogenannte “Ohrrandproblem”  gehäuft vorkommt. Ohrrandprobleme treten meist im Alter von 7 bis 8 Monaten, unabhängig von der Jahreszeit, erstmals auf. Es sind Hunde verschiedenster Rassen und Verbindungen betroffen, besonders häufig sieht man dieses Problem bei kurzhaarigen Rassen aus den südlichen Erdteilen. Auch bei Katzen gibt es Tiere mit Ohrrandnekrosen. In der Regel beginnen sie zunächst mit winzigen Bläschen oder Verdickungen an den Ohrrändern bzw. Ohrspitzen. Unbehandelt platzen diese Verdickungen durch Kopfschütteln auf, bluten und verkrusten. Durch ständiges Schütteln kann die zunächst harmlose Wunde nicht abheilen.  Unter den Krusten stirbt das Gewebe ab, so dass das Ohr Kerben bekommt. Beim Ohrrandproblem handelt es sich nicht um eine Krankheit. Alle bisher bei belasteten Hunden gemachten Untersuchungen brachten keine Ergebnisse. Das Blutbild war völlig in Ordnung, es konnten weder Pilze noch Milben festgestellt werden, es handelt sich nicht um Herpes, Allergie, Rheuma und was sonst noch alles untersucht wurde. Manche Hunde haben eine unnötige Prozedur von Untersuchungen hinter sich, nie konnte eine Ursache gefunden werden. Sollten Sie Ihren Hund dem Tierarzt vorstellen, beachten Sie bitte unbedingt: keine blutverdünnenden Medikamente anwenden! Die einzig mögliche Behandlung basiert auf einer Wundpflege mit diversen Pflegeprodukten.

Da unsere drei eigenen Hündinnen keine Probleme mit den Ohren haben, leider jedoch drei unserer Welpen, bin ich auf Informationen anderer Besitzer angewiesen. Die Erfahrungen meiner Welpenbesitzer und die Informationen anderer Besitzer gebe ich auf dieser Seite  weiter, ohne zu verschweigen, dass dieses Problem gewaltige Züge annehmen kann, was Sie z.B. aus dem Erfahrungsbericht des Herrn Norbert Notthoff ersehen können und wie es punktgenau auch einer meiner Käufer mit seinem Hund erleben musste. Da die aufgebrochene Wunde sehr schlecht abheilt bedarf es grosser Geduld und so manches Mal verlässt die Besitzer der Mut. Den ausführlichen Tatsachenbericht sollten Sie sich unbedingt von Herrn Notthoff zusenden lassen, mail: n.xxxxxxxx@online.de (ersetzen Sie xxx durch “notthoff”). Falls ein persönliches Gespräch mit Herrn Notthoff gewünscht wird, bitte die Telefonnummer per E-mail erfragen. 

Bei der Behandlungsmethode des Herrn Notthoff handelt es sich um ein “Hydrokolloidpflaster”. Das Pflaster bildet zusammen mit dem Wundsekret ein feuchtes Milieu, das den Heilungsprozess begünstigt. Dies erfolgt durch eine Unterstützung der Wanderung von Epithelzellen, die Hautzellen können sich besser vermehren und sich leichter aufeinander zu bewegen. Ein Verbandswechsel verletzt neugebildetes Gewebe nicht. Das Pflaster wird, auf Wundgrösse zurechtgeschnitten, von beiden Seiten gegen die Ohrspitze geklebt, dabei leicht überstehen lassen und die überstehenden Ränder zusammendrücken. Ein luftdurchlässiges Fixierpflaster (Fixomull stretch) zur besseren Befestigung grossflächig darauf kleben. Diesen Verband möglichst bis zu 7 Tage nicht entfernen. Ein besonderer Vorteil dieser erfolgreichen Methode ist, die Wunde wird wirksam geschützt ohne dass sich der Hund daran stört.

Eine Kontrolle der Ohrränder sollte regelmässig geschehen. Es ist wichtig auch gesunde Ohrränder nicht austrocknen zu lassen. Bei schuppigen Ohrrändern, trockener Haut und/oder leichteren Verdickungen hat sich die Pflege mit Bepanthen-Wund- und Heilsalbe, Calendumed- oder Graphitessalbe (DHU) bewährt, bei kleinen Bläschen Zinksalbe. Ist das Ohr bereits aufgeschlagen sollten die Wundphasen beachtet werden. In der ersten Phase muss der Wundverband sehr saugfähig sein. Gewebetrümmer (Schorf) müssen rasch aufgenommen werden können, trotzdem soll die Oberfläche feucht gehalten werden. Zur ersten Behandlung, der sogenannten Wundreinigung eignet sich z.B. TenderWet 24 active von Hartmann, NU-GEL oder PROMOGRAN von Johnson. In der zweiten Wundheilungsphase, dem beginnenden Gewebeaufbau, darf die Wunde nicht austrocknen und ein Anhaften der Wundauflage sollte vermieden werden. Hier ist ein Hydrokolloidverband z.B. Varihesive E Border, Hydrocoll von Hartmann oder TIELLE von Johnson angezeigt.Die Überhäutung bildet den Abschluss der Wundheilung. In diesem Stadium gilt es das empfindliche neugebildete Gewebe zu schützen, dazu eignet sich z.B. Hydrosorb von Hartmann oder ADAPTIC von Johnson. Benutzen Sie bei Ihrem Hund zum festkleben aller Wundauflagen immer “Fixomull stretch” von BSNmedical, ein besonders hautfreundliches, luftdurchlässiges Fixierpflaster, das gut klebt und sich trotzdem sehr gut ablösen lässt. Wichitg ist auch das aufschlagen der Wunde durch ständiges Schütteln der Ohren zu verhindern, d.h. das Ohr muss ruhiggestellt werden, sh. Vorschlag einer Züchterkollegin:

Links zur Behandlung von Problemwunden: http://de.hartmann.info hier auf Produkte, dann auf Wundbehandlung
                                                                           www.medizinfo.de/wundmanagement/wundauflagen.htm
                                                                          
www.medizinfo.de/wundmanagement/nekrose.htm 
                                                                          
www.dwr.de/Angebote/behandlungvonproblemwunden.pdf

 

                                                                           Ernährung

Wir alle wissen es; Hunde sind  von Natur aus Jäger und “Fleischfresser”! Auf dem Speiseplan des wild lebenden Hundes stehen selbstgejagtes Wild sowie Aas, aber auch Gräser, Wurzeln, Beeren, Baumrinde und hier und da ein wenig Erde. Der Magen-Darm-Trakt unserer Haushunde unterscheidet sich in keinster Weise von dem der Wildhunde und  ist auf rohe Ernährung ausgelegt. Bis vor 30-40 Jahren gab es weder Flocken-, Dosen- oder Trockenfutter für Hunde. Alle Haus- und Hofhunde wurden gezwungener massen natürlich ernährt und zwar mit rohen Fleischabfällen und Innereien aller Art, die man wöchentlich einmal, am Schlachttag, beim Hausmetzger abholen konnte. Dazu gab es diverse Tischabfälle evtl. auch Milchprodukte. Heutzutage wird uns von unterschiedlichsten Seiten und auf Schritt und Tritt suggeriert, dass es uns nicht möglich ist unseren Hund mit natürlichen Lebensmitteln gesund und ausgewogen zu ernähren. Dies ist eindeutig falsch! Erst mitte des 20. Jahrhundertes wurde Fertigfutter populär und ist heute, dank ausgeklügelter Werbung, aus dem Speiseplan unserer Haushunde nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig mit der Verfütterung des industriell hergestellten Hundefutters stieg auch die Zahl der bis dahin nicht gekannten Krankheiten. Die Tierarztpraxen sind gut gefüllt, vor allem mit allergischen Hunden und mit Tieren mit Magen-Darm-Problemen. Es würde den Rahmen dieser Seite sprengen Sie über die mehr oder weniger, jedoch niemals guten Alleinfuttersorten aufzuklären. Klar ist, die Gesundheit aller Lebewesen steht und fällt mit der Ernährung.

Wir haben uns zum Wohle unserer Hunde und unserer Zucht mit bestem Erfolg der natürlichen Rohfütterung verschrieben und behaupten, dass die Rohfütterung eine ganze Reihe positiver Ergebnisse bewirkt hat. Der Zeitaufwand beschränkt sich auf das Pürrieren von Gemüse und Obst und ist mit einer viertel Stunde pro Tag grosszügig bemessen. Die Gesundheit unserer Tiere sollte uns das doch unbedingt Wert sein.

Das Buch “Natural Dog Food” - Rohfütterung für Hunde - von Susanne Reinerth ist ein wunderbarer Leitfaden in alle Bereiche der Rohfütterung.

Empfehlenswerte Futterpläne finden Sie bei: 
http://surf.agri.ch/dierauer/Futterplan.html
                                                                                     
www.stallwache.de/Picker/Futterplan.html
                                                                                     
www.barfers.de/barf/plan.htm
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                         Reiseprophylaxe

In den Ländern südlich der Alpen, besonders in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, der Türkei, Frankreich, Ungarn und ehem. Jugoslawien besteht die Gefahr bestimmter Infektionskrankheiten für unsere Hunde.

Die wichtigsten Reisekrankheiten im Überblick:

Babesiose;          Blutparasiten, übertragen durch Zeckenbisse, führt zu Blutarmut, Fieber, Gelbsucht und
                                  Inappetenz.
                                  Vorbeugung: spezielles Zeckenhalsband oder spezielles Schampoo von Ihrem Tierarzt!

Leishmaniose;  Parasiten, übertragen durch Stiche von Sandmücken, führt ca. 1 - 3 Monate später zu
                                  schweren Krankheitsbildern, die sehr schwierig zu behandeln sind.
                                  Vorbeugung:   spezielles Zeckenhalsband, das auch auf Sandmücken als Kontaktgift wirkt
                                  oder spezielles Schampoo von Ihrem Tierarzt!

Ehrlichiose;         Bakterium, übertragen durch Zeckenbisse, führt nach ca. 3 Wochen zu einer akuten
                                  Erkrankung mit Veränderung des Blutbilds, kann sich zu einer chronischen Infektion
                                  entwickeln.
                                  Vorbeugung: sh. Leishmaniose

Herzwurm;           Parasiten, übertragen durch Stechmücken. Herzwürmer sitzen in Herz und Blutgefässen
                                  der Hunde und verursachen Husten, Atemnot, Ödeme etc.
                                  Vorbeugung: spezielles Medikament

Informieren Sie sich rechtzeitig, d.h. ca. 4 Wochen vor Reiseantritt, bei Ihrem Tierarzt über die Erkrankungen und vorbeugende Massnahmen. Die Behandlungen sollten ca. zwei Wochen vor Abreise begonnen werden.


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